7. Jahrhundert: Zu den Turkvölkern gehörige Bulgarenstämme erobern unter Asparuch das Gebiet südlich der Donau.
Um 862: Die beiden Slawenapostel Kyrill und Method entwickeln die glagolitische Schrift (Glagolica) und führen die slawische Sprache in die kirchliche Liturgie ein. Nach Kyrill wird später das kyrillische Alphabet benannt.
864: Boris I. nimmt das Christentum an.
1018-1185: Bulgarien unter byzantinischer Herrschaft
1185-1396: Zweites Bulgarisches Reich
1396-1878: Bulgarien unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches
1877/78: Bulgarien wird im russisch-türkischen Krieg vom osmanischen "Joch" befreit.
03.03.1878: Frieden von San Stefano
1878: Berliner Konferenz; Nordbulgarien mit Sofia wird tributpflichtiges Fürstentum. Südbulgarien (Süd-Rumelien) bleibt osmanische Provinz.
1885: Vereinigung Süd-Rumeliens mit dem Fürstentum Bulgarien
1908: Bulgarien wird unabhängiges Zarenreich.
1912/13: Im ersten Balkankrieg wird die Türkei hauptsächlich durch Bulgaren auf Konstantinopel zurückgedrängt. Bulgarien verliert im zweiten Balkankrieg Adrianopel an die Türkei, Westthrakien an Griechenland, den Großteil Mazedoniens an Serbien und die Süddobrudscha an Rumänien.
1915-1918: Teilnahme am Ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte
1919: Im Frieden von Neuilly: Verlust von Ostthrakien an Griechenland und von Strumica an Serbien
1919-1923: Regierung der Bauernpartei, Ministerpräsident Stamboliski (1923 ermordet)
1935: Zar Boris III. tritt nach inneren Wirren an die Spitze einer autoritären Regierung.
1940: Rückgewinnung der Süddobrudscha (2. Wiener Schiedsspruch)
1941: Kriegseintritt Bulgariens an der Seite der Achsenmächte gegen Jugoslawien und Griechenland und Besetzung Thrakiens und Mazedoniens. Im Dezember Kriegserklärung an Großbritannien und die USA. Kein Kriegseintritt gegen die UdSSR.
1943: Tod Zar Boris III., Bildung eines Regentschaftsrats (für den minderjährigen Zar Simeon II.)
1944: 05.09. Kriegserklärung der UdSSR an Bulgarien und Einmarsch sowjetischer Truppen
09.09.1944: Umsturz und Machtübernahme durch die "Vaterländische Front" Bulgarien wird Volksrepublik und Georgi Dimitrov Regierungschef.
1947: Friedensvertrag von Paris bestätigt Grenzen von 1940.
1949: Tod Georgi Dimitrovs in Moskau
1954: Todor Schivkov wird 1. Sekretär der Bulgarischen Kommunistischen Partei (BKP).
1971: Neue bulgarische Verfassung nach dem Vorbild der UdSSR. Todor Schivkov wird auch Vorsitzender des Staatsrates.
10.11.1989: Sturz Todor Schivkovs; Beginn eines Demokratisierungsprozesses
03.02.1990: Wahl Andrej Lukanovs (BKP/BSP) zum Ministerpräsidenten
03.04.1990: Wahl Petar Mladenovs (BKP/BSP) zum Präsidenten der Republik
10./17.06.1990: Wahlen zur Großen Volksversammlung, an denen außer BSP (früher BKP) und Bauernpartei als stärkste Oppositionsgruppe die UDK und über 40 kleine Parteien teilnehmen. Die Opposition erhält 184 Sitze, die BSP 210 (von 400 Sitzen)
01.08.1990: Wahl des Oppositionsführers Schelju Schelev (UDK) zum Staatspräsidenten
17.07.1991: Verabschiedung einer neuen Verfassung
13.10.1991: Parlamentswahlen, Bildung einer UDK-Regierung durch Filip Dimitrov
10.12.1998: Abschaffung der Todesstrafe
29.03.2004: NATO-Beitritt
01.01.2007: Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union